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Wie Pferde verletzte Seelen heilen

Hautnah erlebt und berichtet

 

Kentaur Spirit 

Ein weiterer Schritt in die seeleische Verschmelzung zwischen Menschen, Pferden und Hunden

 

Rezension

„Hautnah - Wie Pferde verletzte Seelen heilen“

Angaben

Wilhelms, U. (2013). Hautnah. Wie Pferde verletzte Seelen heilen. Eine Reittherapeutin erzählt. Kirchheim/Teck: Spiritbooks.

Persönlicher Bezug

Die Verfasserin arbeitete von 2005 bis 2013 hauptberuflich als Reittherapeutin in einem Rehabilitationszentrum mit neurologischen, psychiatrischen und psychosomatischen Patienten. Seit 2010 Dozententätigkeit am Institut für Pferdegestützte Therapie (IPTh). Nebenberuflich in eigener reittherapeutischer Praxis tätig (2014-fld.). Vorstandsmitglied des Berufsverbandes für Fachkräfte Pferdegestützter Interventionen.

Rezension

Nicht nur die Pferdegestützte Intervention erlebt in den letzten Jahren eine zunehmende Anerkennung, auch die verfügbare Fachliteratur steigt in diesem Sektor eindrucksvoll an. Schwerpunktmäßig richten sich existierende Werke an Personen, die haupt- oder nebenberuflich in der Pferdegestützten Intervention tätig sind. Inhaltlich wird der Einsatz des Medium Pferd in den diversen pädagogischen, psychologischen, therapeutischen sowie medizinischen Einsatzgebieten betrachtet und anhand von Fallbeispielen veranschaulicht.

Der Autorin Ute Wilhelms ist in ihrem Werk eindrucksvoll gelungen Betroffene, Interessierte und darüber hinaus auch Fachkräfte aus dem eben genannten Tätigkeitsfeld anzusprechen. Das Buch „Hautnah - Wie Pferde verletzte Seelen heilen“ ermöglicht einen  Einblick in die Wirkweise, die Möglichkeiten und Grenzen des bedeutenden Einsatzes des Pferdes in der Therapie.

Die Gestaltung des Buches, die Gliederung, die Wortwahl und der praktische Bezug laden den Leser ein, die gefühlsbetonten Erfahrungen der Autorin mitzuerleben. Sie schildert eindrucksvoll, wie ihre persönliche Entwicklung mit Pferden stattgefunden hat und welche Höhen und Tiefen in diesem Kontext überwunden wurden. Die Schriftstellerin veranschaulicht dem Leser verständlich, wie das Pferd das Verhalten seines Gegenübers 'spiegelt' und diese im therapeutischen Setting genutzt und für die weitere Therapieplanung aufgegriffen werden kann. Im Umgang mit dem Pferd stehen die individuellen Ressourcen der Klienten im Vordergrund, die Selbstaktualisierungstendenz wird gestützt. Der personenzentrierte Ansatz findet in der Arbeit besondere Berücksichtigung. Daraus resultiert, dass sich die betroffenen Personen angenommen fühlen und deren Lebensqualität immens verbessert wird. Die triadische Beziehung zwischen Therapeutin, Klient und Co-Therapeut wird in der Lektüre empathisch und lebhaft erörtert.

Die gelungene Darstellung des sensiblen Tieres in seinem Lebensraum überrascht den Leser im Text wiederkehrend und steht u.a. im Zentrum der Lektüre. Eine Überleitung zu den Fallbeispielen ist im Text wie folgt dargestellt: „Dass Pferde den Menschen lieben und alles dafür tun, von ihm geliebt und akzeptiert zu werden, zeigen auch die nachfolgenden Beispiele. Wenn man sich darauf einlässt, ist ein Pferd ein gleichwertiger Partner. Dieses edle Tier setzt seine ganze Liebe und sein Vertrauen in uns Menschen, wenn es sich als Partner und Freund fair behandelt fühlt.“ (Wilhelms, 2013, S. 114).

Die Fallbeispiele verdeutlichen, dass die Autorin auf eine langjährige Erfahrung in der Arbeit mit dem Pferd sowie mit Menschen die u.a. traumatisierenden Erfahrungen erlebt haben, zurückblicken kann. Dabei erfährt der Leser beeindruckend welche 'Eisbrecherfunktion' Pferde gegenüber Menschen haben. Viele Klienten können einem Tier mehr Vertrauen entgegenbringen als einem anderen Menschen. Die non-verbalen Kommunikation zwischen dem Pferd und dem Menschen zeigt sich gewinnbringend, positive Erfahrungen im Kontext der Pferdegestützten Intervention werden in den Alltag transferiert.

Mit „Hautnah - Wie Pferde verletzte Seelen heilen“ ist es Ute Wilhelms gelungen, den Leser und die Leserinnen in den Bann der Pferde (und deren Einsatz in der Therapie) zu ziehen. Der partielle Einsatz von mystischen Phrasen („Hilfe aus dem Universum“; „[…] telepathisches Erlebnis“) ist als Stilmittel im Kontext der Pferdegestützten Intervention divergent zu beurteilen. Im inhaltlichen Zusammenhang unter Einbeziehung des gewählten Schreibstils der Autorin erweist sich dies jedoch als authentisch. Durch die lebensnahe Darstellung ihrer praktischen Arbeit unter Bezugnahme ihrer eigenen psychischen Befindlichkeit werden auch zukünftige Leser von diesem Buch beeindruckt sein!

 

 

Zu bestellen bei

http://www.publishboox.com/Spiritbooks/books/ID10396/Hautnah

 

 


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